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Dokumentation Che: Der private Blick

2017 | arte | MDR | 45 Min

Die Bilder vom Revolutionär Ernesto Che Guevara kennt die Welt, aber was steckt hinter dem konsequenten Handeln, den klaren Worten, dem Kampf für eine gerechte Sache? Wann war Che unsicher, schwankend, zögernd? Wann war dieser Kämpfer mal ganz privat?

Der Film öffnet einen privaten Blick auf Che Guevara und wichtige Stationen in seinem Leben, persönliche wie politische: die unkonventionelle, tolerante Kindheit in Argentinien, die schrittweise Wandlung vom jungen Arzt zum Revoluzzer, zum Rebellen, die siegreichen Kämpfe in der Sierra Maestra, in Santa Clara, die kurzen privaten Augenblicke mit der Familie, den Ämtern und seinem politischen Willen, Kuba aufzubauen und zu verändern, bis hin zum Scheitern und dem gewaltsamen, frühen Tod.

Camilo Guevara ist drei Jahre alt, als sein Vater Havanna verlässt und in den Kongo geht. Zwei Jahre später ist der Vater tot. Es sind anrührende Worte eines Sohnes, der seinen Vater nie kennenlernen konnte. Besser kannte ihn Juan Martín Guevara, Ches jüngster Bruder, der von Frotzeleien unter Geschwistern, kumpelhaftem Umgang, Bewunderung für den großen Bruder spricht. Neben der Familie waren Chauffeur und Leibwächter Ches zweite Familie: José Mendoza Arwubin, begegnet mit 17 Jahren Che in der Sierra Maestra, wird sein Leibwächter und begleitet ihn in den nächsten zehn Jahren nahezu überall hin. Ebenso sein Chauffeur, Alberto Castellanos, der für seinen Comandante die Hochzeit mit Aleida March ausrichtete. Weitere Menschen, deren Lebenswege eng mit dem Ches verflochten waren, erzählen vom früh verstorbenen Anführer, Freund und Menschen.

Der französische Autor und Dramaturg Alain Foix, Verfasser der kürzlich erschienen Biografie „Che Guevara“, und der deutsche Historiker Michael Zeuske, Professor für lateinamerikanische und karibische Geschichte, schildern ihre Sicht zu Che als Menschen, Rebellen und Staatsmann