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Dokumentation Domino – Im Kosmos des Geldes

2018 | ARD

Domino– Im Kosmos des Geldes

Es ist ein allzu menschlicher Reflex: günstig einkaufen, alles immer noch billiger ergattern. Die Arbeiterin aus der Schraubenfabrik kauft günstig im Discounter. Der Landwirt, der den Discounter beliefert, weiß zu Jahresbeginn nicht, wie sein Stundenlohn ausfällt, weil Weizenpreise an internationalen Börsen entstehen. Also wettet er selbst an der Börse und freut sich über Niedrigwasser im Rhein, das den Transportschiffsverkehr mit Weizenlieferungen lahmlegt und so den Preis hoch treibt. Domino- Im Kosmos des Geldes zeigt, wie jeder den Druck, dem er in der Wirtschaft ausgesetzt ist, weitergibt. Der Film lässt uns spüren, was dieser Effekt mit den Menschen macht: mit dem Milliardär Reinhold Würth, mit seiner Fabrikarbeiterin, mit seinem Verkaufsvertreter, aber auch mit dem Bauunternehmer, der wiederum versucht, die Preise des Würth-Vertreters zu drücken und  ungewollt – dessen Provision schmälert. Was es mit dem Startup-Unternehmer Niklas Östberg macht, der Milliarden von Investoren einsammelt und mit seinen Fahrradkurieren, die für ihre Knochenarbeit neun Euro in der Stunde erhalten. Milliardär, Landwirt, Startup-Unternehmer, Pflegerin, Tante-Emma-Ladenbesitzerin, Fabrikarbeiterin und Fahrradkurier haben  verschiedene Schmerzgrenzen, aber eine Gemeinsamkeit: Sie sind im Domino-Effekt alle miteinander verbunden – ob sie wollen oder nicht.