dokfilm
Dokumentation Geheimnisvolle Orte – Helgoland

2017 | Das Erste | 45 Min

Helgoland, der rote Fels in der Weite der Nordsee – bekannt als Rückzugsort für Naturliebhaber und Ruhesuchende, als Sehnsuchtsort für Dichter und Denker. Dass die Zukunft der Insel Mitte des 20. Jahrhunderts am seidenen Faden hing, dürfte nur den wenigsten Besuchern bekannt sein, die im Sommer zu Tausenden die Schönheiten Helgolands bestaunen. Mit über 6000 Tonnen Sprengstoff sollte in einer der größten Sprengungen der Geschichte am 18. April 1947 die militärische Vergangenheit der Insel endgültig dem Erdboden gleichgemacht werden.

Geheimnisvolle Orte – Helgoland blickt anhand rarer und nie gezeigter Dokumente auf das Schicksal einer Insel und ihrer Bewohner, deren Zukunft mehrere Male ungewissen Zeiten entgegensah. Von der Übergabe Helgolands an die Deutschen im Jahr 1890 bis zur bislang nie erzählten Geschichte einer mutigen Widerstandsgruppe, die 1945 die Insel kampflos an die Engländer übergeben wollte, bewegt sich der Film von Daniel Remsperger an den „Geheimnisvollen Orten“ einer Insel entlang, deren düstere Seiten heute erst auf den zweiten Blick ins Auge fallen.