dokfilm
Doku - Drama Heimat Helgoland

2017 | NDR | 90 Min

Helgoland, 18. April 1947. Die Vorbereitungen für eine der größten nicht-nuklearen Sprengungen der Menschheitsgeschichte sind abgeschlossen. Nach 13:00 Uhr soll nichts mehr an die jahrzehntelangen Bestrebungen erinnern, Helgoland in eine waffenstarrende Hochseefestung zu wandeln. Sämtliche Überreste der militärischen Aufrüstung vergangener Jahrzehnte sollen – so der Plan der britischen Besatzer – mit über 6000 Tonnen Sprengstoff in die Luft gejagt werden.

Anlässlich des 70. Jahrestags der „Operation Big Bang“ blickt Hubertus Meyer-Burckhardt im Doku-Drama „Heimat Helgoland“ auf ein bewegtes Stück deutscher Geschichte zurück. Wie konnte es dazu kommen, dass ein gerade mal ein Quadratkilometer großer Fels in der Weite der Nordsee zum Spielball der Weltmächte wurde? Welchen Einfluss hatte die schleichende Bewaffnung Helgolands auf die Bewohner der Insel, die sich im Lauf der Jahre mit immer neuen Machthabern und politischen Marschrouten arrangieren mussten? Anhand der Erinnerungen von Zeitzeugen und der Lebensgeschichten mehrerer Helgoländer Persönlichkeiten (u.a. hochkarätig verkörpert von Michael Mendl und Christina Große), stellt „Heimat Helgoland“ die Schicksalstage einer Inselgemeinschaft vor.